February 11, 2026
Author:
Lise

Yoga Isn't Always Comfortable

Yogahas taught me that growth often begins in the moments of unease, in the poseswe resist or the breath we forget.

When Comfort isn’t the goal

Yogaisn’t meant to make you feel comfortable or happy all the time. Especially whenyou’re new to it. The practice invites deep observation and honest reflection.It can bring up anger, sadness, excitement, or lightness, sometimes all atonce.

Beyond the misconceptions

Manypeople misunderstand yoga as a purely gentle, relaxing practice without rightor wrong. Or they mistake it for calisthenics. But trueyoga, especially in the Iyengar tradition, challenges both body and mind, andthere are indeed ways to do it wrong. The practice can deliver messages that aren’tpleasant. A pose may feel physically demanding or emotionally intense. I’ve hadasanas stir fear, frustration, or even pain, sometimes not during the poseitself, but afterwards. Often this was because my muscles weren’t used to thestretch, or my mind resisted something new.

Precision matters

I hearthe same from students who first attempt Śīrṣāsana, headstand.Done without guidance or preparation, it can indeed be unsafe, you can gethurt. That’s why careful alignment, patient repetition, precision and clearinstruction are crucial. Each pose must be learned gradually and with fullattention. Over time, persistence transforms challenge into ease. Strangelyenough, the poses we avoid the most are usually the ones we need the most.

TheTeacher Who Changed Everything

I stillremember my very first yoga class, how frustrated I felt when the teacheroffered little direction and moved too quickly. I didn’t want to do it again.
Later, in my first Iyengar class in Vancouver with Eve, everything changed. Shewas in her sixties, calm, smiling, and deeply grounded. Under her gentleauthority, we all practiced with focus and respect. Her presence transformed myattitude toward yoga. I started to have a gentler approach towards my body, andlife itself.

Morethan a decade later, I see how that consistency has reshaped me. I’m stronger,steadier, and my practice continues to evolve.

Always learning

In myown practice, I still make mistakes. Sometimes I rush into a pose, force amovement, or forget to breathe. I don’t always listen when my body tells me tostop or ease off. And that’s okay, it’s all part of the journey.

Teaching moments

When Iteach, I try my best to sense what my students might be feeling or needing inthe room. I notice it in their faces or eyes when something feels too intenseor too easy. I love when students feel comfortable enough to share that they’reafraid of a pose or feeling weak. In those moments, I encourage them to try avariation or simply to approach the pose with curiosity rather than judgment.Yoga isn’t a competition or a test, it’s a practice. Mistakes are welcome;progress comes through patience. When nothing else works, I remind them toreturn to their breath.

InIyengar yoga, consistency is everything. It helps us confront our fears,strengthen our bodies, and awaken courage. Because yes, yoga requires courage.You have to show up; the rest unfolds naturally. “Trust the process” isn’t justa saying, it’s a truth discovered through experience.

Where the real practice begins

As mymentor Louie used to remind us: Yoga is not a sprint — it’s a marathon. Andmarathons aren’t always comfortable either.

So, thenext time you step on the mat, don’t aim to feel good. Aim to feel, and to becomfortable being uncomfortable. Because that’s where the real practice begins.

Lise is the founder of vayamyoga in Bern, Switzerland.She is a dedicated yoga practitioner and a certified Iyengar Yoga Instructor(Level 1).

DE

Übersetzt aus dem Englischen

Yoga ist nicht immer angenehm – und genau das ist der Punkt Yoga hat mich gelehrt, dass Wachstum oft in Momenten inneren Widerstands beginnt, in den Haltungen, denen wir ausweichen, oder im Atem, den wir vergessen.

 

Wenn die Komfortzone nicht das Ziel ist

Yoga ist nicht dazu da, uns jederzeit bequem oder glücklich zu fühlen, besonders am Anfang nicht. Das Üben lädt zu genauer Beobachtung und ehrlichen Reflexion ein. Es kann Ärger, Traurigkeit, Begeisterung oder Leichtigkeit hervorrufen, manchmal alles gleichzeitig.

Jenseits der Missverständnisse

Viele Menschen verstehen Yoga als rein sanfte, entspannende Praxis ohne richtig oder falsch, oder verwechseln es mit Gymnastik. Doch echtes Yoga, insbesondere im Iyengar‑Yoga, fordert Körper und Geist gleichermassen heraus, Und ja, man kann Haltungen definitiv falsch üben. Das Üben kann Botschaften senden, die sich unbequem anfühlen. Eine Haltung (Asana) kann sowohl körperlich anspruchsvoll als auch emotional intensiv sein. Ich habeAsanas erlebt, die Angst, Frustration oder gar Schmerz auslösten, manchmal währendder Haltung, manchmal erst danach. Oft lag das daran, dass meine Muskeln dieDehnung nicht gewohnt waren oder mein Geist sich gegen das Neue wehrte.

Präzision zählt

Dasselbehöre ich von Schüler:innen, die zum ersten Mal den Śīrṣāsana, Kopfstand, üben. Ohne Anleitung oderVorbereitung kann er tatsächlich unsicher sein und Verletzungen verursachen.Deshalb sind präzise Ausrichtung, geduldiges Wiederholen und klareInstruktionen entscheidend. Jede Haltung muss Schritt für Schritt und mitvoller Aufmerksamkeit erlernt werden. Mit der Zeit verwandelt sich Anstrengungin mehr Leichtigkeit. Und oft sind genau die Asanas, denen wir aus dem Weggehen, jene, die wir am meisten brauchen.

Die Lehrerin, die alles veränderte

Icherinnere mich noch gut an meine allererste Yogastunde, wie frustriert ich war,weil die Lehrerin kaum Anweisungen gab und sich zu schnell bewegte. Ich wolltenicht wieder hingehen.
In meiner ersten Iyengar‑Yogastunde in Vancouver bei Eve änderte sich dannalles. Sie war in ihren Sechzigern, ruhig, lächelnd und tief verwurzelt. Unterihrer gelassenen Autorität übten wir konzentriert und mit Respekt. Ihre Präsenzveränderte meine Haltung zu Yoga und liess mich auch mit meinem Körper, ja mitdem Leben selbst, sanfter umgehen.

Mehr alszehn Jahre später sehe ich, wie regelmässiges Üben mich verändert hat. Ich binstärker, gefestigter, und meine Yogapraxis entwickelt sich weiter.

Immer weiterlernen

Auch heutemache ich Fehler. Manchmal gehe ich zu schnell in eine Haltung, erzwinge eineBewegung oder vergesse zu atmen. Ich höre nicht immer auf meinen Körper, wenner mir sagt, dass ich langsamer werden soll. Und das ist in Ordnung – es gehörtzum Weg.

Unterrichtsmomente

BeimUnterrichten versuche ich wahrzunehmen, was die Schüler:innen gerade brauchenoder empfinden. Ich sehe es in ihren Gesichtern, in ihren Augen, wenn etwas zuviel oder zu wenig ist. Es freut mich, wenn Schüler:innen den Mut haben zu sagen, dass sie voreiner Haltung Angst haben oder sich schwach fühlen. In solchenMomenten ermutige ich sie, eine Variation zu probieren oder der Haltung mitmehr Neugier als Urteil zu begegnen. Yoga ist kein Wettbewerb und keine Prüfung,es ist eine Übungspraxis. Fehler sind willkommen; Fortschritt entsteht durchGeduld. Und wenn gar nichts geht, erinnere ich sie daran, einfach zum Atemzurückzukehren.

Im Iyengar‑Yogaist Beständigkeit entscheidend. Sie hilft uns, unseren Ängsten zu begegnen,Kraft aufzubauen und Mut zu entwickeln. Denn ja – Yoga verlangt Mut. Man musseinfach erscheinen; der Rest entfaltet sich. Trust the process ist nicht nurein Spruch, sondern eine Erfahrung, die man Schritt für Schritt macht.

Wo die eigentliche Praxis beginnt

Wie meinLehrer Louie immer sagte: Yoga ist kein Sprint – es ist ein Marathon. Undauch ein Marathon ist nicht immer angenehm.

Das nächsteMal, wenn du auf deine Matte trittst, strebe nicht danach, dass es sich gutanfühlt. Strebe danach, zu spüren, und Ruhe im Unbehagen finden. Denngenau dort beginnt die wahre Yogapraxis.

Lise ist die Gründerin von vayamyoga in Bern, Schweiz. Sie ist eineengagierte Yogaschülerin und zertifizierte Iyengar-Yoga-Lehrerin (Level 1).